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Samstag, 1. März 2014 0 Kommentare

Nächster Halt: Port Stephens

Unser Wecker klingelte heute schon um 7:30 Uhr, denn wir wollten eigentlich gegen 9 Uhr aufbrechen. Schließlich dauert die Fahrt fast 4 Stunden und wir wollen ja auch noch was von dem Tag haben.
Nachdem dann jeder geduscht und gefrühstückt hatte, wurde ausgecheckt und sich von allen verabschiedet ehe die Autoreise beginnen konnte (gegen 10 Uhr). Das Wetter war allerdings alles andere als nice: Es regnete auf fast der gesamten Strecke und zwar richtig heftig. Dadurch entstand natürlich etwas Stau, wodurch wir dann ca. eine halbe Stunde später als geplant ankamen. 
Unser Bungalow
Unser Hostel, das aus mehreren Bungalows besteht und in mitten eines Regenwaldes liegt, ist sehr alternativ angehaucht und sehr gemütlich. Die Küche liegt außerhalb und ist offen - somit gibt es dort eine Menge Käfer, Spinnen, Mücken und was sonst noch kreucht und fleucht. Jedes Bungalow besteht aus 2 Zimmern und einem Bad für beide Parteien. Die Zimmer an sich sind gemütlich und für 5 Personen eingerichtete.
Außerdem gibt es einen Gemeinschaftspool mit einer Menge Liegen und einem schönen Plätzchen in der Sonne.

Das Zimmer von innen.
Die Küche



Der Salzwasser-Pool
Die Rezeption

 
Nachdem wir uns mit unseren Zimmergenossen unterhalten und alles Sachen verstaut hatten, fuhren wir zum Salamander Bay Shopping Centre, um im Aldi, Coles und Woolys die bessten Schnäppchen zu finden. Da die Supermärkte ein wenig weiter entfernt sind, mussten wir ein mehr einkaufen als sonst, weshalb unser Starlet komplett voll war. 

Zum Abendessen sollte es dann eigentlich mal Pizza geben, doch, Schock: hier gibt es keinen Ofen! Naja, Not macht erfinderisch und so kam es, dass wir sie einfach auf die BBQ-Stelle schmissen - nicht empfehlenswert! Eine viertel Pizza später aß jeder noch einen Apfel und das war's. 
Danach ging es zusammen mit 7 weiteren Backpackern zum Bowling Centre, wo für uns zwei Bahnen gebucht wurden - von 20:45 bis 23 Uhr inklusive einem Drink für 19,50 AU$ pro Person. 
Es war wirklich sehr lustig und man vergaß für einen Augenblick, dass mein eigentlich ein Backpackerleben führt. Ben, der Typ von der Rezeption und seine Freundin Sarah kamen später auch noch hinzu (beide sind übrigens Backpacker und arbeiten für eine Weile im Hostel). Er meinte übrigens, dass die deutschen eigentlich immer gewinnen würden, und er sollte Recht behalten. 
Wir spielten drei Runden wovon Flo die erste gewann, ein anderes Mädchen aus Holland(!) die zweite und danach noch mal Flo. Es war echt lustig und man lernte die anderen sehr schnell kennen.
Danach ging's Heim und ab ins Bett.


Dienstag, 25. Februar 2014 0 Kommentare

Das Licht im Inneren des Tunnels

Heute war es Zeit für einen kurzen aber dennoch langen Roadtrip zum Glow Worm Tunnel in der Nähe von Lithgow. Naja, nicht wirklich in der Nähe, aber eben die nächste Ortschaft.
Nach unserem Frühstück stiegen wir dann auch in unseren Starlet ein. Lasse begleitete uns heute übrigens ebenfalls. Der erste Halt war im 20 Minuten entferntem Little Hartley. Dort gibt es einen Süßigkeitenladen namens "The Lolly Bug", der über 1.500 verschieden Arten von Süßkram führt. Egal ob Gummibärchen, Lutscher, Lakritze, Bonbons, Chips, scharfe Steaksaucen oder auch Handcreme, dieser Laden hatte einfach alles! Unsere Naschkatze wurde hier schnell fündig, allerdings erlaubte es uns unser Budget nicht all das zu kaufen, nach dem wir uns so sehr sehnten... Als dann jede Ecke des Shops besichtigt wurde und jede Artikel genauestens begutachtet war, stiegen wir dann wieder ins Auto und fuhren zum nächsten Stopp.








Dieser war das "Hartley Historic Village", welches gerade um die Ecke war, ca. 5 Minuten Fahrt.
Hartley war früher ein Justiz-und Verwaltungszentrum, das ein ausgelastetes Gerichtsgebäude hatte. Dieses wurde 1837 errichtet und vom prominenten New South Wales Kolonialarchitekt Mortimer Lewis entworfen. Das Gerichtsgebäude, welches über fünfzig Jahren betrieben wurde, hatte es mit einem konstanten Strom von Räubern, Dieben und Verbrechern zu tun.
Obwohl Hartley außer Gebrauch kam, überlebte es als perfekt erhaltenes Dorf, das ein hervorragendes Beispiel für die Architektur des 19. Jahrhunderts ist. Aufgrund seiner kulturhistorischen Werte wird es nun von den National Parks und Wildlife Service von New South Wales als eine historische Stätte erhalten.
Hartleys Schwester-Dörfern, Little Hartley und Hartley Vale, haben als Wohn-Dörfer überlebt.
Nach dieser kurzen historischen Pause fuhren wir zum Lyell Lake, der weitere 15 Minuten entfernt lag. Uns wurde gesagt, dass dies ein sehr schöner Ort zum Baden sei, und da an diesem Tag das Wetter sehr schön war, brachten wir alle unsere Schwimmsachen mit. Als wir dann allerdings den See sahen, war uns die Laune nach Schwimmen vergangen... Vielleicht standen wir einfach nur am falschen Ende des Sees? Naja, da wir eh einen straffen Zeitplan hatten, liefen wir mal eben kurz das Ufer ab und fuhren dann weiter zum Glow Worm Tunnel. Zwischendurch machten wir jedoch einen Stopp beim guten alten Mc's.
Nach dieser Pause fuhren wir dann aber sofort weiter und ca. 10 Minuten später erreichten wir den von der Dame, die uns zuvor im Informationscenter den Weg erklärte, beschriebenen unasphaltierten Weg zum Glow Worm Tunnel. Dieser hat eine Länge von 40 km. Aufgrund der Beschaffenheit der Straße war es uns größtenteils nicht erlaubt schneller als 20 km/h zu fahren. Unter Anwendung der mathematischen Grundkenntnisse macht das 2 Stunden Fahrt, one way!
Nach tausenden von Schlaglöchern, Steinen auf dem Weg, steilen Hügeln und ein paar scheuen Kängurus kamen wir dann mit einem zum Glück unbeschädigtem Auto am Parkplatz an. Von dort aus war es dann noch eine gute halbe Stunde Fußmarsch, bis wir dann endlich unser Ziel erreichten - den Glow Worm Tunnel.

Dieser ist ein 400 Meter langer Tunnel, der ursprünglich wegen Ölschieferarbeiten für den Schienentransport nach Newnes erbaut wurde und nun von den Glühwürmern eingenommen worden ist.
Der Glow Worm Tunnel ist einer von zwei aufgegeben Tunnel auf dieser Bahn. Dieser Tunnel biegt sich fast 180 Grad und folglich ist es sehr dunkel. Bei normalem Wetter fließt zudem ein kleiner Bach. Diese Bedingungen sind ideal für bestimmte "Glühwürmchen", die die Wände und Decke des Tunnels bewohnen. Während Glühwürmer in anderen dunklen, feuchten Stellen in den Blue Mountains auftreten, ist der Glow Worm Tunnel wahrscheinlich der beste Ort für Besucher diese zu sehen. Die Glühwürmer sind jedoch sehr empfindlich auf Lebensraumstörung, insbesondere: Lärm, Licht, Berührungen und Rauchgase.

Bewaffnet mit unseren Handy-Taschenlampen machten wir uns langsam in das Innere des Tunnels - es war wirklich stockdunkel! Vereinzelt hörte man das Plätschern des kleinen Baches oder das Aufschlagen von herunterfallenden Tropfen auf Steine oder die Wasseroberfläche. Ein leichter Windzug von hinten brachte frische Luft mit sich. Je tiefer wir in den Tunnel eindrangen, desto kälter und dunkler wurde es. Ein Blick nach hinten verriet, dass sich der Tunnel schnell bog. Jetzt konnte man wirklich nichts mehr sehen! Nach einer Weile jedoch gewöhnten sich die Augen an die Dunkelheit und plötzlich kamen tausende von Lichter, die die Wände und Decke zierten, zum Vorschein. Der Effekt war noch größer, als wir unsere Taschenlampen ausschalteten. Es war einfach atemberaubend und mit nichts vorher Gesehenem vergleichbar. Man könnte es als einen gefalteten Himmel beschreiben. Flo versucht vergeblichst diesen Moment festzuhalten, allerdings hatte er kein Stativ dabei und zudem war es selbst mit der Taschenlampe zu dunkel, um zu erkennen, ob das Bild nun scharf war oder nicht...

Da manchen die Dunkelheit und die "Enge" aber nicht behaglich war, liefen wir nach geschätzten 20 Minuten im Tunnel weiter zum Augang. Dort wurde eine kleine Mahlzeit zu sich genommen, ehe es wieder zurück durch den Tunnel zum Auto ging.



Den Rückweg mussten wir schnell ablaufen, da es schon ziemlich spät war und wir nicht im Dunklen durch den Bush fahren wollten.
Um ca. 17:20 Uhr verließen wir den Parkplatz und machten uns auf den holprigen Weg zurück nach Lithgow. Auf dem Weg dorthin begegneten wir einer Menge Wallabys und Kängurus. Nachdem wir alle paar Meter angehalten hatten und versuchten, eins gescheit vor die Linse zu bekommen, entschieden wir uns letztendlich dafür einfach unsere Heimreise fortzufahren und nicht mehr stehen zu bleiben... Schließlich ging die Sonne schon unter.
Man beachte den konzentrierten Gesichtsausdruck.
So kam es dann, dass wir gegen 19:30 Uhr die normale Straße und weiter 40 Minuten später das Hostel erreichten.
Es war zwar ein langer Trip, aber er war es definitiv wert!


Dienstag, 11. Februar 2014 0 Kommentare

Kiama Blowhole

Um 7 Uhr war es dann schon wieder vorbei für uns mit der Träumerei. Schließlich stand noch so einiges auf der Liste, bevor wir mit unserem Trip zum "Kiama Blowhole" starten konnten.
Nach einem Frühstück fuhren wir dann sofort zum nächsten BIG W, um Scheibenwaschwasser und Motoröl für unseren neuen Gefährten zu kaufen. An der nächsten Tankstelle wurde dann noch der Reifendruck überprüft, das Öl und das Scheibenwaschwasser aufgefüllt und die Scheiben nochmals gesäubert. Um 10.30 Uhr holten wir dann Sebil in Granville ab (ca. 30 Minuten) und danach noch Connor und Jesus (weitere 20 Minuten). Dann endlich konnte unser Road Trip beginnen! 
Da der Weg sehr angenehm zu fahren war (lange auf einer Straße, nicht viel Verkehr, Natur pur) gibt es auch nicht wirklich viel zu erzählen außer dass das Fahren mit dem Auto - Lenkrad auf der rechten Seite, Schaltknüppel mit der linken und Blinker mit der rechten Hand zu bedienen - auf der linken Seite sehr schnell ins Blut überging und mittlerweile schon gar kein Problem mehr darstellt. Anfangs griff man natürlich (Macht der Gewohnheit) mit der rechten Hand zur Tür um zu Schalten - bloß nicht die Türe öffnen!
Als wir dann endlich ankamen, hatten wir alle einen Mordshunger, weshalb sich jeder was zu Essen kaufte - Subway, red rooster, etc. Danach liefen wir noch eben in einen Supermarkt, um uns mit Getränken zu versorgen und dann endlich ging's zum wasserspeiendem, nein: fontänespeiendem Blowhole! Doch als wir dann so vor dem Loch standen, tat sich nicht gerade viel... Wir mussten ehrlich gesagt anfangs ein wenig warten, bis sich die erste Fontäne aus der Gesteinsformation an der Felsenwand, die sich an der Küste entlang zog, aufstieg.
Das Problem war nämlich, dass obwohl es kein schönes Wetter war, es sehr windstill war. Und gerade der Wind sorgt für einen starken Wellengang, der wiederum die großen Fontänen erzeugt, die bis zu 60 Meter in den Himmel ragen können! Die größte heute, die wir erblickten, war ungefähr 20 bis 25 Meter hoch. Aber immerhin haben wir eine zu Gesicht bekommen. Viele Touristen warteten geduldig mit uns, dass sich Neptun uns gegenüber großzügig erwies und uns eine große Welle schickte!
Nach gefühlten 2 Stunden liefen wir dann mal die Felsformationen ab. Diese sahen wirklich sehr merkwürdig aus und erinnerten an ein anderes Universum (oder vielleicht haben wir einfach nur zu viele Sci-Fi Filme gesehen)...



Teilweise dachte man echt, man befindet sich auf dem Saturn, Mars oder sonst einem anderen Planeten...


Um ca. 17.30 Uhr setzten wir uns dann allesamt ins Auto und fuhren nach Hause, machten allerdings noch einen Stopp in Wollongong um einen Kaffee im dortigen Shopping Center zu trinken. Wir parkten also im Parkhaus und liefen zum Einkaufszentrum, das schon in weniger als einer halben Stunde die Ladentüren schloß. Nachdem sich die Mädels noch ein wenig in den Läden umgeschaut hatten, ging's zu Oliver Brown, dem wohl mit Abstand bestem Chocolate Cafe in Australien. 
Nach dieser Pause liefen wir dann wieder zurück zu unserem Parkhaus, dass auf einmal sehr leer wirkte. Als wir durch die Tür, durch die wir rauskamen, wieder eintreten wollten, machten wir große Augen, denn die war verschlossen. Wir umrundeten das gesamte Gebäude und schauten nach einem Eingang, doch selbst die Ein- und Ausfahrt für die Autos war gesperrt - SecureParking! Na toll. Am Eingang erblickten wir zudem ein Schild auf dem stand, dass das Parkhaus um 18 Uhr schließt und erst um 6 Uhr wieder öffnet. Wer in dieser Zeit das Parkhaus verlassen möchte, muss 100 AU$ zahlen!!! Daneben stand noch eine Nummer, die wir sogleich anriefen und ihnen unsere Situation erklärten. Sie öffneten uns die Eingangstür, sodass wir unser Ticket bezahlen konnten und mit unserem Auto abhauen konnten. Warum das Tor letztendlich dann wieder offen war und wir nichts zahlen mussten, wissen wir noch heute nicht. Aber eins steht fest: das würde es in Deutschland nicht geben. Da hätte man schön das Geld blechen dürfen!
Die Heimfahrt verlief ebenfalls tiptop (es begann nur zu regnen und es war teilweise auch sehr starker Nebel). 
Alles in Allem war es ein sehr schöner Tag und eine sehr angenehme Autofahrt. Wir freuen uns jetzt schon all die tollen Plätze, die wir mit unserem neuen Auto bereisen werden...
Samstag, 8. Februar 2014 0 Kommentare

Die Definition von Unabhängigkeit

"My ship went down in a sea of sound. When I woke up alone, I had everything." So trällerte unser Handy wieder am Morgen. Es war 8:00 Uhr und wir waren die ersten, die ihr kuschelig warmes, zum Weiterschlafen verführendes Bett verließen. Aber heute stand ein wichtiger Tag bevor. Zusammen mit Mimis Onkel und dessen Arbeitskollegen/bester Freund (der nur ein paar Häuser weiter lebt) machten wir uns zu einer Gebrauchtwagenbesichtigung - ein Toyota Starlet war heute im Visier. Da sich die beiden sehr gut mit Autos auskennen (der Onkel hat zudem nämlich das selbe Auto und der Freund repariert gerne gekaufte Autos und verkauft diese dann wieder) waren sie gerne Willkommen.
Weil das Treffen in der Nähe des Manly Beach stattfand, stand uns eine Autofahrt von ca. 45 Minuten bevor. Je näher wir kamen, desto schöner wurden die Häuser und die Aussicht. Langsam fragten wir uns, warum jemand, der hier wohnt, überhaupt so ein Auto besitzt. Dort angekommen erblickten wir sogleich das Auto am Straßenrand und es dauerte auch nicht lange bis der Besitzer, ein alter aber dennoch fitter Mann, erschien und eine Testfahrt mit uns durchführte. Das Auto machte einen wirklich guten Eindruck für seine 15 Jahre! Nach ein paar Checks kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Auto in einem vergleichsweise top Zustand ist und unsere Bedürfnisse ideal erfüllt. Nach ein wenig feilschen war der Toyota also unser - unser erstes gemeinsames Auto! Dürfen wir vorstellen?! 

"Toyota - Oh what a feeling!", so lautet der Slogan zumindest hier in Australien. 
Zurückfahren wollte von uns allerdings noch keiner, ging nämlich direkt durch die Stadt und das trauten wir uns in der Rush Hour noch nicht wirklich zu...
Wir sind auf jeden Fall gespannt, was wir alles noch mit diesem kleinen Gefährt so erleben werden und hoffen, dass es uns niemals im Stich lassen wird!
Versichert ist es nun auch, sodass wir unsere Freiheit genießen können!